Von wegen sauer: Riesling mit Ananas und Pfirsich

Riesling ist nicht gleich Riesling: Dieser überzeugt durch ein feines Spiel aus Fruchtaromatik von Ananas und Pfirsich, einer harmonischen Säure und Ausgewogenheit. Tipp von Sven Oetzel: Jetzt kaufen, ein paar Monate liegen lassen – dann macht dieser Wein noch mehr Spaß!

Friedrich-Weinselection: No.3 | 2016 Riesling | Pfirmann | Pfalz

Vor vier Jahren saßen am ersten Weihnachtsfeiertag auf unserer Lieblingsinsel Föhr im einzigen Sterne-Restaurant der Insel zum Mittagessen. Ich hatte eine Flasche Scheurebe ausgewählt. Am Nebentisch saß ein etwa gleichaltriges Paar. Nach dem Essen überreichte mir der Herr eine Flasche Sauvignon Blanc und stellte sich als Winzer aus der Pfalz vor. „Der ist auch nicht schlechter!“, waren seine Worte. Ich nahm die Flasche mit, probierte sie zwei Tage später und bestellte 60 Flaschen für meine Schwiegereltern.

Nachdem wir uns danach etwas aus den Augen verloren hatten, probierte ich die Weine auf der letztjährigen „ProWein“ in Düsseldorf wieder. Die Weine überzeugten mich so, dass wir seitdem auch verschieden Positionen auf unserer Weinkarte im Friedrich führen.
Im Herbst sprach ich mit Stefan über unser Projekt. Er war sofort überzeugt und sofort bereit, ein Fass Riesling „vom Buntsantstein“ für mich auszubauen.

Zu unserem Selections-Wein, dem Riesling:
Nicht einer der kraftvollen, oft erschlagenden Rieslinge aus der Pfalz. Sondern eher die feinere Sorte. Ein Riesling, der in Blindverkostungen auch in andere Anbaugebiete gesteckt werden könnte.
Auf Buntsandstein gewachsen, präsentiert sich der Wein mit einer schönen, ausgeprägte Fruchtaromen in Richtung Ananas und Pfirsich. Das Ganze vereint sich mit einer harmonischen Säure. Ein Wein für jetzt und die nächsten Jahre.

Kleiner Tip: Kaufen Sie eine Kiste und lagern Sie drei Flaschen ein. Sie werden ab Frühjahr 2018 ihre helle Freude mit dem Wein haben!